Baufinanzierung mit und ohne Eigenkapital

Die Baufinanzierung ist für viele Menschen eine der größten finanziellen Herausforderungen des Lebens. Viele Menschen stehen in diesem Zusammenhang vor der Frage, wie die optimale Gestaltung einer Baufinanzierung zu beschreiben ist. Lange Zeit galt es als besonders sinnvoll, einen höchstmöglichen Anteil an Eigenkapital in die Baufinanzierung einzubringen.

Einfluss der Zinssituation

Ein hoher Anteil an Eigenkapital hat allerdings einen Nachteil: Das investierte Geld kann nicht mehr am Kapitalmarkt angelegt werden und erwirtschaftet somit keine Erträge. Auf der anderen Seite sinkt natürlich die Zinslast für den Fremdkapitalanteil. Gerade in absoluten Niedrigzinsphasen kann es allerdings sehr sinnvoll sein, auf einen höheren Fremdkapitalanteil zu setzen und den Eigenkapitalanteil besser anzulegen.

Risiken niedriger Eigenkapitalquoten

Eine niedrige Eigenkapitalquote bringt grundsätzlich auch immer enorme Risiken mit sich. Kommt der Finanzierungsnehmer einmal in finanzielle Notsituationen, etwa durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit, lastet die Finanzierung durch hohe Zins- und Tilgungskosten deutlich stärker auf den Bauherren als bei einer entsprechend geringeren Fremdkapitalquote.

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit und der potentiellen Risiken bei Finanzierungen mit zu geringem Eigenkapitalanteil sollte man unbedingt individuell abwägen, welche Gestaltungsmöglichkeiten sich für die eigene Finanzierung in besonderem Maße anbieten.